• Home
  • /
  • Allgemein
  • /
  • Jeder hat eine Geschichte.Vom Aufstehen, hinfallen und laufen lernen…

Jeder hat eine Geschichte.Vom Aufstehen, hinfallen und laufen lernen…

Jeder hat eine Geschichte. Meine ist anders. Vom Aufstehen, Hinfallen, laufen lernen. Von Selbstliebe, Mut und Stärke…

Heute Morgen bei den alltäglichen Dingen wie dem Autofahren. Wurde mir bewusst, was ich eigentlich schon erreicht habe und auch überwunden habe. Meine Geschichte, die ich eigentlich immer für mich behalten wollte! Meine ist wirklich anders. Es geht um Selbstliebe, Mut und Stärke.

Ich war immer schon anders, wie andere gleichaltrige kleine Mädchen. Rothaarig, Zöpfe, sommersprossig meist mit meinen heißgeliebten roten Gummistiefeln. Mit einer wilden Fantasie und dem Hang sich in ihrer eigenen Welt zu verstecken.  Eigentlich hätte meine Kindheit wunderbar sein müssen. Ich wuchs sehr dörflich auf.Wir hatten Hunde, ein Haus im Wald. Zwei kleinere Brüder eine selbstgebaute Bude im Garten. Meine kleineren Brüder liebte ich  über alles, mit ihnen hatte ich das Gefühl komplett zu sein. Nur bin ich in einer Generation aufgewachsen, wo Mädchen nicht viel wert waren.  Nicht bei meinen Großeltern väterlicherseits, nicht bei meinem Vater oder meiner Mutter. Ich war als Kind schon ein kleines Pummelchen. Meine Eltern ließen mich zu jeder Gelegenheit wissen das ich absolut nicht dem entsprach, wie sie sich ein Mädchen vorstellten. Egal ob es beim Kleidung kaufen war oder es um die Weihnachtsgeschenke ging.Was nicht passte wurde nicht gekauft. Dann musste ich eben was von der Cousine anziehen oder weiter in kaputten Hosen rumlaufen. Oft wurde mir vor Augen geführt, wer nicht der Norm entspricht ist nicht gut genug.

Meine Brüder waren schlank, klein und schlaksig. Somit war das nie ein Thema. Aber mein Vater war durch den Alkohol, nicht gerade ein liebevoller Vater. Er prügelte drauf los wenn es ihm mal wieder nicht gut ging. Irgendwann akzeptierte ich das mein Leben so verlief. Nach der Scheidung meiner Eltern wurde es aber noch viel schlimmer. Meine Mutter war nicht fähig Mutter zu sein. Sie konnte sich weder um ihre 3 Kinder kümmern, noch um sich selbst. Mit 9 Jahren führte ich einen Haushalt, kochte und kümmerte mich um meine kleinen Brüder.

Ich fühlte mich ungeliebt, nicht gesehen und allein. Ja ich liebte meine beiden Brüder, die alles auf der Welt für mich waren. Aber alles um mich herum hasste ich. Das Leben und vor allem mich. Ich durfte weder Kind sein, noch konnte ich lernen mir selbst mein größter Freund zu sein. Meine Mutter gönnte mir nichts was sie nicht auch hatte. Sie prügelte mich mit allem was ihr in die Hände fiel. Sie geriet immer wieder an Männer die gewalttätig waren oder alkoholkrank. Ich hielt das lange aus. Schlief in der Schule ein,  völlig übermüdet. Das Jahrelang. Und Zeit, ja die lief voran. Ich wurde ein Teenager der eine Mauer um sich herumzog, aber immer noch an das Gute im Menschen glaubte.

In der Schule war ich schlecht.  Hatte oft Mühe mich auf die Menschen und das Lernen einzulassen. Mit der 7.Klasse veränderte sich das, weil ich begriff das es doch mein Leben war. So versuchte ich doch wenigstens einen Hauptschulabschluss zu bekommen. Zu dem Zeitpunkt hatten mir einige Lehrer prophezeit das ich es im Leben zu nichts bringen würde. Aber es gab da auch eine Lehrerin, die mir bis heute im Gedächtnis geblieben ist. Sie sagte zu mir ich wäre ein tolles Mädchen, ich müsste nur selbst daran glauben.An mich glauben???Das hörte ich mit 13 Jahren das erste Mal in meinem Leben.

Aber irgendwie tat ich das nie wirklich. Ich zog mit 16 Jahren von zuhause aus, begann eine Lehre.Nur um von zuhause raus zukommen. Meine Brüder wurden groß und kamen gut klar. Sie waren in den Augen meiner Mutter eben Jungen, mehr wert. Doch egal was passierte, war ich für die beiden da.Lernte meinen ersten Mann kennen. Früh wurde ich Mutter. Mit Anfang zwanzig fühlte ich mich Erwachsener wie andere Mädchen in meinem Alter. Ich wurde betrogen und war dann viele Jahre alleinerziehend. Was mir aber gut tat und ich endlich Entscheidungen alleine treffen konnte. Mit 27Jahren war ich selbstständig. Auch sehr erfolgreich. Nur gab ich das auf, als ich dachte den richtigen Mann getroffen zu haben. Wieder mal im Leben traf ich eine falsche Entscheidung. Ich heiratete diesen Mann. Mit einer rosaroten Brille auf der Nase. Lügen über Lügen wurden mir aufgetischt. Bekam meinen zweiten Sohn und versuchte Harmonie in mein Leben zu bringen. Immer und immer wieder. Musste aber feststellen, dass ich mit den Lügen, den Depressionen des Mannes nicht klar kam. Der mich um vieles gebracht hatte, was ich mir aufgebaut hatte. Das Ende vom Lied war die zweite Scheidung.

Mit nichts auf dem Bankkonto, einer Insolvenz und zwei Jungen an meiner Seite war ich nun allein. Es war eine sehr schwere Zeit. Über ein Jahr kämpfte ich gegen Windmühlen & Riesen an.  Gegen Behörden und den Staat. Bis zu einem Punkt wo ich verstand, dass das Leben so viel mehr zu bieten hatte. Ich nahm den Kampf auf. Ging zu einer Anwältin, holte mir mein Leben zurück. Drohte mit der Presse. Und gewann. Dann entdeckte ich die Fotografie für mich.  Jeden Cent, den ich über hatte steckte ich in Workshops, Ausrüstung und Weiterbildung. Es vergingen ein paar Jahre ich nahm ab und wieder zu.Die Gewichtsprobleme gehörten zu mir.Ein Hoch folgte auf ein Tief. Aber ich lernte besser auf mich auf zu passen. Und arbeitet hart und viel. Erst nebenbei dann in Vollzeit. Wuppte den Haushalt, meine Jungen und die Fotografie. Ich fühlte mich besser denn je. Lernte einen wunderbaren Mann kennen.Der mir Ausgleich war, mir Geborgenheit gab und dass aller wichtigste. Er ließ mich ICH sein. Wir heirateten und bekamen einen gemeinsamen Sohn. Ich liebte meine Familie, meine Arbeit bis zur völligen Erschöpfung. Mit einer Klinikeinweisung in der Hand im November 2015 war ich wieder mal, in meinem Leben am Ende. Ich hatte versucht es allen Menschen Recht zu machen. Hart und viel gearbeitet. Weil ich nicht gemerkt habe, das ich über meine Kräfte ging. Über meine Grenzen. Etwas musste sich ändern……Ich gab mein Studio auf.Und versuchte in mich zu gehen, heraus zu finden was nicht in mir funktionierte. Es dauerte ein paar Monate. Doch ich entdeckte es…!!!

MICH…ich musste endlich etwas für mich tun. Aufarbeiten was sich all die Jahre angestaut hatte. In Schubladen verborgen, in meinem inneren. Meine Persönlichkeitsentwicklung startete. Meine Ausbildung mit NLP begann.  Und es war die beste Entscheidung in den letzten Jahren. Es kostete mich sehr viel Kraft und Mühe. Zeit und natürlich auch Geld, aber das war es mir wert. Zum ersten Mal in meinem Leben verstand ich …Das ich der wichtigste Mensch in meinem Leben Bin. Lernte mich selbst zu lieben, mich anzunehmen und selbstsicherer zu werden.Und das konnte ich mein halbes Leben nicht verstehen. Wie auch???Mir hatte es niemand vorgelebt. Niemand hatte mich an die Hand genommen, es mir gezeigt!

Meine Mauer zu erklimmen war mit vielen Emotionen verbunden, die man sich nur erdenken kann. Freude, Trauer, Wut und Angst. Unvorstellbar war das, für mich noch vor Jahren gewesen.  Meine Mauer, die ich mir in den Jahren zugelegt hatte.  Konnte eingerissen werden. Jahrelange Versuche mit dem zu und abnehmen. Unglücklich zu sein, weil man anders war. Unvorstellbar heute für mich. Seit dem letzten Jahr hat sich alles für mich verändert. Die Sichtweise auf mein Leben, auf die Menschen. Auf meine Arbeit die ich sehr liebe.  Menschen zu erfreuen, zu begeistern, zu bewegen ist mein Traum. Und war es immer. Ich bin dankbar für alles was ich erreicht habe, ich bin dankbar so wunderbare Menschen in meinem Leben zu haben. Meine Story so zu schreiben wie ich es verdiene. Zu erkennen wer man ist. Ein lieber Mensch, hat mal zu mir gesagt. Wer ist man???Ja na klar ICH…ICH bin das♥ Jetzt möchte ich meine Erfahrungen, mein Wissen mit dir teilen. Denn alles fängt in dir an, in deiner Gedankenwelt.  In deinem Herzen…es geht um Mut, Stärke, dem hinfallen und wieder aufstehen!

 

Schreibe einen Kommentar